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Fußball in Baden-Württemberg
Freitag, 15. Juni 2012

Zoff in Rommelshausen


Betreuer Schmidt klagt an

Es ist lange her, dass die Spvgg Rommelshausen die Fußball-Landesliga aufmischte. Seit 2008 Jahren spielt sie nur noch in der Kreisliga B. Sportlich stagniert der Verein im Männerbereich, jetzt gibt’s auch hinter den Kulissen Zoff.

Am 14. Februar ist Abteilungsleiter Ronny Schmidt zurückgetreten, nach einer „Skandal-Ausschusssitzung“, wie sein Vater Jürgen Schmidt schreibt. Mittlerweile ist Ralph Storz wieder Abteilungsleiter , die Wogen aber haben sich noch nicht geglättet.

Jürgen Schmidt spricht davon, dass die Jugendabteilung, aus der immer wieder „Störfeuer“ gekommen seien – unter anderem die Forderung, Aktiventrainer Axel Riess zu entlassen – , nun die Macht übernommen habe. Sein Ärger richtet sich hier vor allem gegen Frank Zimmermann, Trainer der Mädchen B, der nun zu Schmidts Unverständnis als Sportlicher Leiter der Aktiven installiert wurde. Zimmermann habe zum einen ihm gegenüber einmal sinngemäß geäußert: „Was geht mich der Verein an, ich mache keinen Arbeitsdienst“ und zum anderen seinem Sohn Schläge angedroht.

Jürgen Schmidt hat daraus Konsequenzen gezogen, ist als Ausschussmitglied zurückgetreten und habe sein Amt als Betreuer nur auf Bitten der Mannschaft bis zum Saisonende ausgefüllt. Außerdem habe er eine Ehrungsurkunde des WFV zurückgegeben.

Ralf Storz bestätigt den Vorfall, dass Zimmermann Ronny Schmidt Schläge angedroht habe. Allerdings sei das im Ärger darüber, dass Schmidt Interna ausgeplaudert habe, entstanden und nicht ernst gemeint gewesen. Er gibt den Schwarzen Peter insofern zurück, als er derzeit vor allem damit beschäftigt sei, das auszugleichen, was Ronny Schmidt in seiner Amtszeit verbockt habe. Der hatte unter anderem Informationen an diese Zeitung strikt abgelehnt.

Schmidt habe unter anderem auch interne Absprache nicht weitergegeben . Es habe, so Storz, zum Beispiel die Absprache gegeben, auf eigene Spieler zu setzen. Unter Axel Riess aber kamen zehn Spieler von außerhalb. Deshalb war die Jugendabteilung auch unzufrieden mit ihm. Riess wiederum habe angegeben, nichts von dieser Absprache zu wissen.

Jürgen Schmidts Ärger entzündete sich auch daran, dass ihm der Ehrenamtspreis des Verbandes nicht gegönnt worden sei. Storz wiederum kann verstehen, dass sich Leute wie Siegfried Streicher (über zehn Jahre in der Jugend aktiv) oder Frank Zimmermann (Storz: „Ohne ihn gäbe es in Rommelshausen keinen Mädchen- und Frauenfußball“) wunderten, dass jemand vorgeschlagen wurde, der seit drei Jahren aktiv ist, sie dagegen nicht. Jürgen Schmidt sagt, der Vereinsvorsitzende Herbert Hagenlocher habe ihn vorgeschlagen. Der wiederum bestreitet das. „Ich war nicht der Erstvorschlagende.“

Ralph Storz hofft, dass bald wieder Ruhe einkehrt. „Ich bin mit Ronny und Jürgen Schmidt immer gut ausgekommen. Ich finde es aber traurig, dass die beiden, die immer betonen, so sehr am Verein zu hängen, jetzt so gegen ihn schießen.“ (