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Fußball in Baden-Württemberg
Freitag, 15. Juni 2012

Neuer Trainer – mehr Erfolg

Von unserem Redaktionsmitglied Gisbert Niederführ

Neue Besen kehren gut? Neuer Trainer, neuer Erfolg? Geht diese Gleichung wirklich auf? Wir haben uns mal die Trainerwechsel in Landes-, Bezirks- und Kreisliga A I angeschaut. Und tatsächlich: Fast immer waren die Neuen erfolgreicher als ihre Vorgänger.


Neuer Trainer – mehr Erfolg

Fußball: Die Gleichung ist für fast alle Vereine aufgegangen

Zwölf Trainerwechsel gab es in diesen Ligen (siehe Grafik). Die wenigsten geschahen freiwillig, im Grunde nur der von Jens Heinrich beim TB Beinstein. Er ist allerdings immer noch als Co-Trainer dabei. Beim SC Weinstadt hatte Sven Vogel keine Lust mehr. Ansonsten wurde zwar meist das gegenseitige Einvernehmen verbreitet, doch immer war der Verein der aktive Teil. Der Trainer wurde gegangen.

In fast allen Fällen behielten die Verantwortlichen mit ihrem Eingreifen recht. Der Punkteschnitt des Nachfolgers war höher als der des entlassenen Trainers. Geringer war er nur beim SV Plüderhausen, wo er allerdings auch vorher schon sehr mäßig war und beim FSV Waiblingen II. Dort jedoch hatte der Nachfolger auch erschwerte Bedingungen, weil viele Spieler zur ersten Mannschaft beordert wurden.

Ansonsten ging es bei allen anderen aufwärts – zumindest was den Punkteschnitt betrifft. Aber wurde auch in der Tabelle etwas erreicht? Hier ist das Ergebnis schon nicht mehr so eindeutig. Nur sechs Vereine haben sich verbessert. Die beiden abstiegsbedrohten Vereine (SV Plüderhausen, TSV Rudersberg) sind abgestiegen, die SV Remshalden hat den Abstiegsrelegationsplatz nicht verlassen können, sondern nur mehr Abstand zwischen sich und die Abstiegsplätze gebracht.

Nicht zu bewerten ist Iraklis Waiblingen. Gleich zweimal wechselte hier der Trainer, die Griechen blieben chancenloser Letzter der Bezirksliga.

Aber wäre womöglich auch mit dem alten Trainer alles besser geworden? Darüber lässt sich nur spekulieren. Bei der TSG Backnang hat Alfonso Garcia in der vergangenen Saison auf eine verkorkste Vor- eine grandiose Rückrunde folgen lassen. Diesmal hat ihm das die TSG wohl nicht mehr zugetraut. Garcia wurde entlassen, Dirk Fengler wurde geholt. Der hat zwar mehr Punkte gesammelt als sein Vorgänger, aber nicht so viele wie Garcia bei seiner Aufholjagd im Vorjahr. Die TSG kann zumindest mit dem Punkteergebnis nicht zufrieden sein.

Die Viktoria Backnang wiederum hält an George Carter fest. Sie steigt zwar mit ihm aus der Landesliga ab, baut aber weiter auf ihn. Ob zurecht, lässt sich erst in einem Jahr beantworten.