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Fußball in Baden-Württemberg
Montag, 18. Juni 2012

Leutkirch könnte für „Löwen“ ein gutes Omen sein

schwaebische.de


Leutkirch könnte für „Löwen“ ein gutes Omen sein

LEUTKIRCH/OBERSTAUFEN / sz - (uc) – Heute haben sie im schmucken Vitalhotel von Ex-Nationalspieler Karl-Heinz Riedle ihr Trainingsquartier am Fuße des Hochgrats bezogen.

Und bereits am morgigen Dienstag machen sich die Münchner „Löwen“ von Oberstaufen aus auf den allerdings nicht allzu weiten Weg zu ihrem ersten Freundschaftsspiel. Wie bereits berichtet, tritt der TSV 1860 München am Dienstag um 18.30 Uhr (Karten ab 17.30 Uhr an der Abendkasse) im Neuen Stadion am Öschweg gegen den A-Ligisten FC Leutkirch an. „100 Jahre Fußball in Leutkirch“ wird bekanntlich in der Großen Kreisstadt gefeiert. Und da passt ein Traditionsclub, wie es die „Sechziger“ aber so was von zweifellos sind, doch ideal ins Programm. Zumal Jochen Reischmann vom Vorstandstrio des FC ein bekennender „Löwen“-Fan ist.

Jochen Reischmann kickte sogar selbst noch mit beim FC, als der TSV 1860 München schon einmal die hiesigen Fußball-Anhänger und „Löwen“-Fans mit einem munteren Spielchen und 17 Toren verwöhnte; damals noch unter dem legendären Trainer-„Haudegen“ Werner Lorant. Einer, der 1993 ebenfalls mit von der Partie war als Spieler, leitet inzwischen nun schon wieder im dritten Jahr als Chefcoach die Geschicke des nach den Münchner Bayern und „den Clubberern“ (1. FC Nürnberg) wohl drittbekanntesten bayerischen Fußball-Clubs: Rainer Maurer.

Und da drängte sich auf der sonnenüberfluteten Hotel-Terrasse des „Kalle-Riedle“-Hotels natürlich die Frage auf, ob sich Rainer Maurer noch daran erinnern kann, was am Ende der Saison 1993/1994 geschah, nachdem die „Löwen“ zu Beginn den FC Leutkirch mit 17:0 weggeputzt hatten? Schulterzucken beim 52-jährigen Coach mit Hauptwohnsitz in Mindelheim, was sich ja auch noch so ein bisschen zum Allgäu zählt. „Ich weiß nur noch, dass ich in Leutkirch mitgespielt habe“ – und blickt fragend in die Runde, der zum Glück „Sechziger“-Fan Jochen Reischmann angehört: „In der Saison 1993/1994 ist 1860 München wieder in die Bundesliga aufgestiegen.“ Kurzum: Das heutige Freundschaftsspiel der „Löwen“ könnte sich durchaus als gutes Omen erweisen für den Zweitligisten aus Giesing.

Wobei Rainer Maurer diesbezüglich noch ein wenig mauert: „Wir müssen einen kräftigen personellen Umbruch verkraften mit allein acht Abgängen aus dem Stammkader.“ Gleichwohl ihm selbstverständlich bewusst sei, dass beim TSV 1860 München der Aufstieg grundsätzlich das erklärte Ziel sein müsse. „Die drei Bundesliga-Absteiger Hertha BSC Berlin, 1. FC Köln und der 1. FC Kaiserslautern zählen für mich aber zu den Top-Favoriten. Und danach erst gehören wir zusammen mit einigen anderen Mannschaften, Bochum beispielsweise, zum erweiterten Kreis“, findet Maurer. „Auf jeden Fall wollen wir besser als Platz sechs abschneiden.“ Den belegten die „Sechziger“ bekanntlich im abgelaufenen Spieljahr.

Giuliani letztmals auf FC-Bank

Im ersten von voraussichtlich 14 Freundschaftsspielen in der insgesamt achtwöchigen Vorbereitungszeit will der „Löwen“-Coach morgen in Leutkirch alle einsatzfähigen Spieler aufs Feld schicken, damit auch Neuzugang Moritz Stoppelkamp (kam vom Bundesligisten Hannover 96) und womöglich noch einen weiteren „Hochkaräter“, der gestern Abend in Oberstaufen eintreffen sollte.

Vor seinem Abschiedsspiel steht unterdessen Markus Giuliani, der gegen die „Löwen“ letztmals als Coach auf der Bank des FC Leutkirch Platz nimmt und als A-Junioren-Trainer zum FC Wangen wechselt. Voraussichtlich schaut bereits der Nachfolger zu. Der heißt Kai Krause, kommt aus Ochsenhausen und bringt als Spieler sogar Landesliga-Erfahrung mit. Der 35-Jährige soll die Leutkircher in die Bezirksliga zurückführen.

Vielleicht bedeutet das Freundschaftsspiel ja in der Tat für beide Teams den vielzitierten „Aufbruch zu neuen Ufern“ – für die „Löwen“ ganz nach oben, für den FCL zumindest ein bisserl weiter hoch.