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Fußball in Baden-Württemberg
Freitag, 15. Juni 2012

Ein Spiel rettet die ganze Saison

(gni). „Wir haben die Chance, mit einem Spiel die ganze Runde zu retten“, sagt Matthias Veigele, Trainer der SV Remshalden. Für Gegner SV Allmersbach ist’s umgekehrt: Eine Niederlage im Relegationsspiel macht die Arbeit einer ganzen Saison zunichte. Am Wochenende steht der letzte Durchgang der Relegation auf dem Programm.


Ein Spiel rettet die ganze Saison

Fußball: Die letzte Runde in der Relegation aber kann genauso alles zunichtemachen

Für Bezirksligist SV Remshalden lief die Saison schlecht. Matthias Veigele übernahm das Team in der Rückrunde, holte zwar mehr Punkte als Vorgänger Andi Lang, dennoch schaffte er direkten Ligaverbleib nicht. „Da kann ich natürlich nicht zufrieden sein.“ Aber alles sei jetzt in einem einzigen Spiel noch zu retten.

Die Allmersbacher, die in Runde eins den TSV Schornbach ausschalteten, sieht er psychologisch im Vorteil. Sie haben ein Erfolgserlebnis hinter sich und können eine gute Saison mit dem Aufstieg krönen. Die SVR hingegen muss das Schlimmste vermeiden. „Das wird ein Duell auf Augenhöhe“, sagt Veigele. „Da werden Kleinigkeiten den Ausschlag geben.“ Womöglich auch die psychische Stärke. „Die Frage ist, wie meine jungen Spieler mit dem Druck klarkommen.“ Veigele hat fast alle Spieler an Bord, lediglich hinter den angeschlagenen Tim Stützlein und Oliver Mayerle steht ein Fragezeichen. Das Tor hütet Frederic Frisch, der nach der Verletzung Thomas Wahls in der Schlussphase der Saison verpflichtet worden ist. „Er hat zwar lange pausiert, hat aber die Klasse.“ Wie auch immer die Partie ausgehen wird, Veigele ist auch in der kommenden Spielzeit SVR-Trainer. Dann soll es auch wieder eine zweite Mannschaft geben und mehr Augenmerk auf die Jugendmannschaften gelegt werden.

Team eins der Waiblinger hat in der Landesliga den Abstieg vermieden, hat das auch der zweiten Mannschaft zu verdanken. Die verlor einige Spieler an die Erste und rutschte in die Abstiegszone. Nun muss sie den Platz in der Kreisliga A I gegen den TSV Schwaikheim II verteidigen. „Schwaikheim ist Favorit“, sagt FSV-Trainer Wolfgang Busal, der die Rückrunde weitgehend mit der A-Jugend bestreiten musste. Busal: „Wir waren meist gleichwertig, aber die Cleverness hat gefehlt.“ Das könnte sich auch jetzt auswirken. Der FSV hat deshalb für den Misserfolgsfall vorgesorgt. Das Trainerteam und drei Viertel der Mannschaft blieben auch bei einem Abstieg. Busal sagt aber: „Wir haben gegen Schwaikheim eine reelle Chance.“

Die Schwaikheimer wiederum wollen unbedingt nach oben. Schon deshalb, so Trainer Markus Bührer, weil die Mannschaft Anreize brauche. In der Kreisliga B III war der TSV kaum gefordert, zwischendurch gab’s auch mal fünf spielfreie Wochen. Das, müsse sich ändern. Im ersten Spiel gegen Miedelsbach tat sich seine Mannschaft zunächst schwer. Wer fast ohne Gegenwehr durch die Liga eilt, ist Gegner, die sich wehren, nicht mehr eingestellt. Das gilt nun für die zweite Partie nicht mehr. Außerdem komme dem TSV als spielstarkem, jungem Team (Altersschnitt, inklusive dem 37-jährigen Frank Roller, 23 Jahre) entgegen, dass auch der FSV mehr auf spielerische Mittel setzt. Bis auf Jörg Rommel, der schon länger fehlt, hat Bührer alle Spieler zur Verfügung, auch Marcel Hetzer, der gegen Miedelsbach gefehlt hatte.