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Fußball in Baden-Württemberg
Dienstag, 19. Juni 2012

Alte Magie: Elber, Balakov und Bobic zaubern

Von unserem Mitarbeiter Ralph Rolli

Es war die Rückkehr des magischen Dreiecks des VfB Stuttgart: Gestern haben Giovane Elber, Fredi Bobic und Krassimir Balakov erstmals nach 15 Jahren wieder gemeinsam gezaubert. Im Benefizspiel besiegte das Team Elber&Friends die Nationalmannschaft der Köche mit 9:2. Das Fußball-Sternemenü ließen sich 1500 Zuschauer im Stadion der SG Schorndorf schmecken.


Alte Magie: Elber, Balakov und Bobic zaubern

Fußball-Benefizspiel: Vor 1500 Zuschauern in Schorndorf siegt das Team Elber&Friends mit 9:2 gegen die Nationalmannschaft der Köche

Tore waren freilich nicht die Hauptsache bei der Veranstaltung. Es ging um einen guten Zweck: um Geld für die Giovane-Elber-Stiftung (Verein zur Förderung brasilianischer Straßenkinder) und für Sonderprojekte bei der Sprachförderung in den Schorndorfer Schulen und Kindergärten.

Auch der Humor kam nicht zu kurz. Vor dem Spiel begrüßte Giovane Elber den Leiter der Sportredaktion des Zeitungsverlags Waiblingen mit den Worten: „Du bist bester Torwart der Welt.“ Dieses Lob nahm Gisbert Niederführ mit in die Begegnung und zeigte für das Team Elber&Friends tatsächlich einige bemerkenswerte Paraden.

Die Vorspeise zum Spiel gegen die Köche bestand aus der Fallschirmlandung von Klaus Renz, der auch gleich den Spielball mitbrachte. Schiedsrichter Gerhard Klaiber aus Oppenweiler pfiff die Begegnung von zweimal 30 Minuten an. Und bereits nach 30 Sekunden zeigte das magische Dreieck, dass es auch nach 15 Jahren nichts verlernt hat: Bobic stand plötzlich frei und Christoph Moser vom Köcheteam rettete gerade noch. Wenige Sekunden später probierte es Bobic mit Kraft, aber scheiterte am Torhüter.

Bereits nach acht Minuten bemängelte Teambetreuer Sven Ulreich, im normalen Leben Keeper des VfB Stuttgart in der Bundesliga, die mangelhafte Chancenauswertung seines Teams und forderte mehr Konzentration. Aber er und die Zuschauer mussten bis zur 18. Minute warten, ehe sie erlöst wurden. Torschütze war Balakov, der nach einem Solo von Elber nur noch eindrücken musste. Elber erhöhte zwei Minuten später auf 2:0.

Er und seine Freunde versemmelten weitere Chancen oder scheiterten an Aspacher, dem guten Keeper des Köcheteams. Keine Chance hatte auf der anderen Seite Niederführ in der 30. Minute, als Matthias Mack einen Freistoß in den Winkel hämmerte.

Souverän zeigte sich der Torwart kurz nach dem Wechsel, als er eine hohe Flanke in Bedrängnis souverän hielt. In der 31. Minute schrie von der Tribüne ein Zuschauer „Das war wie früher!“, als Elber-Balakov-Bobic als magisches Dreieck zauberten und Elber zum 3:1 einschob. Wenige Minuten später zeigte Bobic seine ehemaligen Torjägerqualitäten und erhöhte auf 4:1. Und in der 40. Minute schoss Elber mit seinem dritten Treffer das 5:1.

Wiederum als Trio traten der Brasilianer und seine alten VfB-Kumpel in der 51. Minute auf, Elber sorgte für das 6:1. Nun klingelte es auch im Tor der Promis: Thomas Ehrmann (51.) war für die Köchemannschaft erfolgreich, als er Niederführ elegant umspielte und einschob.

Danach ging die Gala des magischen Dreiecks weiter: Balakov zog halbhoch ab (7:2, 56.), Bobic kam frei zum Schuss (8:2, 57.). Den Schlusspunkt setzte – wer auch sonst – der Brasilianer. Balakov narrte die Abwehr und passte zu Bobic. Der spielte in die Mitte und Giovane Elber erzielte aus der Drehung das Tor zum 9:2-Endstand.

Damit war den Köchen zwar die Suppe versalzen. Aber traurig war darüber freilich niemand. Denn auch die Küchenmeister hatten dafür gesorgt, dass den Zuschauern ein schönes, angesichts der großen Hitze auch verträgliches und schmackhaftes Menü kredenzt worden war.

Niederführ; Elber, Balakov, Bobic, Bauer, Bihlmaier, Hechler, Scholz, Dimitroff, Schlegl, Krall, Meißner, Lochmann, Haller, Mopils, Lachenmaier, Tschullik, Schanbacher. Aspacher; Bräuer, Cuna, Daumüller, Dutter, Ehzrmann, Emmert, Heldmann, Hess, Hesse, Köpfer, Kratzsch, Kröper, Langer, Mack, Mechnich, Moser, Ricci, Rosen, Rottner, Seidler, Varsakis.